Thursday 17. May 2012
Ökumenischer Rat der Kirchen
in Österreich (ÖRKÖ)

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E-Mail: oerkoe@kirchen.at

Inhalt:

Geschichte und Arbeitsschwerpunkte

 

Auf vielfältige Art und Weise gestaltet sich die Arbeit des ÖRKÖ, sei es bei Gottesdiensten, wissenschaftlichen Tagungen, gesellschaftspolitischen Aktivitäten und Stellungnahmen,  ....

 

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Der ÖRKÖ begleitet die Beziehungen der Kirchen zum Staat. In vielfältigen Kontakten zu jüdischen Einrichtungen bemüht er sich darum, die jüdischen Wurzeln des christlichen Glaubens zu betonen und pflegt auch zu anderen Religionsgemeinschaften lebendige Kontakte.

 

Überregionale ökumenische Ereignisse werden vom ÖRKÖ beschickt und aktiv mitgestaltet. Und schließlich ist es ein vorrangiges Anliegen der ÖRKÖ, dass die in ihm vertretenen Kirchen einander näher kommen. Dies geschieht nicht zuletzt durch viele persönliche Begegnungen, Gespräche und Freundschaften.

 

Es gilt das Wort und der Auftrag Jesu: "Alle sollen eins  sein; wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin, sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast." (Joh 17,21)

 

Gottesdienste

 

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Seit 1959 veranstaltet der ÖRKÖ alljährlich in der Weltgebetswoche für die Einheit der Christen (18. bis 25. Jänner)  einen Gottesdienst: jedes Jahr lädt eine andere Kirche zu dieser Veranstaltung ein und der Prediger gehört jeweils einer anderen Konfession an.


Zum Tag des Judentums am 17. Jänner veranstaltet der ÖRKÖ jährlich einen eigenen Gottesdienst.

 

Seit 2008 veranstaltet der ÖRKÖ alljährlich im September einen Gottesdienst zu der von einigen Mitgliedskirchen eingehaltenen Schöpfungszeit (1. September bis 4. Oktober; auf Empfehlung der Dritten Europäischen Ökumenischen Versammlung in Sibiu 2007).

 

 

Gesellschaftspolitisches Engagement

 

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1986 hat sich der ÖRKÖ in Zusammenarbeit mit der r. k. Österreichischen Bischofskonferenz entschlossen, die in Wien tagende Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE, nunmehr OSZE) zu begleiten: Die Kirchen haben gemeinsam die Diplomaten der Konferenz mit Informationen über das Leben der Kirchen in Österreich informiert, zu Gottesdiensten eingeladen, Empfänge organisiert und umgekehrt die Mitgliedskirchen über die Probleme und Möglichkeiten der Konferenz informiert.


1989 haben die Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) und der Rat der Europäischen Bischofskonferenz (CCEE) gemeinsam zur Ersten Europäischen Ökumenischen Versammlung nach Basel eingeladen. Der ÖRKÖ war mit einer Delegation vertreten. Ein Ergebnis der sehr ausführlichen Vor- und Nacharbeit zu diesem Ereignis sowie der Erfahrung mit der KSZE-Begleitung war die Einrichtung der Arbeitsgruppe des ÖRKÖ „Für Kirche und Gesellschaft“. Die Arbeitsgruppe bestand bis 2010 und zeichnete für zahlreiche Publikationen und Studientage verantwortlich.

 

In eigener Verantwortung oder gemeinsam mit anderen Einrichtungen veranstaltete der ÖRKÖ – zumeist im Rahmen der Arbeitsgruppe „Kirche und Gesellschaft“ - eine Reihe von Studientagen. Die Themenpalette reichte von den Menschenrechten über Schöpfungsverantwortung bis zu menschengerechtem wirtschaften. Kooperationspartner waren u.a. die Israelitische Kultusgemeinde und Justitia et Pax.

 

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Einer der Höhepunkte in der Geschichte des ÖRKÖ war die Zweite Europäische Versammlung 1997 in Graz, zu der die Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) und der Rat der Europäischen Bischofskonferenz (CCEE) eingeladen hatten. Die Versammlung hatte das Thema "Versöhnung - Gabe Gottes und Quelle des Lebens" und konnte rund 10.000 Teilnehmer verzeichnen.

 

Diese Versammlung war u.a. auch Anstoß für den am 1. Advent des Jahres 1999 durchgeführten österreichischen Christentag. Thema des Christentages war „Sonne der Gerechtigkeit gehe auf zu unsrer Zeit", mit folgenden Unterthemen: Solidarität unter den Menschen, Kein Friede ohne Gerechtigkeit, Versöhnung der Kirchen, Versöhnung der Völker. In Vorbereitung auf den 1. Advent fanden an verschiedenen Orten Seminare, Symposien und andere Veranstaltungen statt.

 

Die Zweite Europäische Ökumenische Versammlung hatte aber auch die Grundlagen für die "Charta Oecumenica" gelegt, die dann nach langen und intensiven Beratungen mit und in den Kirchen im April 2001 in Strasbourg von den Präsidenten der KEK und des CCEE unterzeichnet worden ist. Sie war inhaltliche Vorgabe für die 3. Europäische Ökumenische Versammlung in Sibiu/Hermannstadt  2007.

 

Der ÖRKÖ setzte schon 2005 ein Sibiu-Komitee ein mit dem Auftrag, den Weg nach Sibiu/Hermannstadt zu begleiten, sich auch kritisch mit KEK und CCEE auseinanderzusetzen und Vorschläge für konkrete vorbereitende Schritte in Österreich zu erarbeiten. Dazu kamen zahlreiche Treffen mit Ökumene-Vertretern aus Osteuropa.

 

Ökumenische Momente

 

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Von besonderer Bedeutung für die Arbeit des ÖRKÖ war (und ist) das Sozialwort des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich, das am 1. Advent 2003 der Öffentlichkeit vorgestellt worden ist. Nach vierjähriger Vorbereitung ist ein von allen, den unterschiedlichen Traditionen angehörenden Mitgliedskirchen gemeinsamer Text entstanden, in dem die Kirchen gemeinsam Probleme unserer Gesellschaft ansprechen und die christlichen Perspektiven dazu deutlich zur Geltung bringen. Es ist kein letztes Wort, sondern eine Einladung an alle, sich den aktuellen Herausforderungen unserer Welt zu stellen und Lösungen zu suchen, die dem Menschen dienen und unsere Welt als Schöpfung Gottes ernst nehmen.

 

Die UNO und der Weltkirchenrat haben Anfang des Jahrtausends je eine Dekade zur Überwindung von Gewalt ausgerufen. In Österreich konnten die beiden Initiativen miteinander verbunden werden. Von 2000 bis 2010 veranstaltete der ÖRKÖ jährlich einen einschlägiger Studientag. Er beteiligte sich zum Abschluss der Dekade an der von der bayrischen lutherischen Landeskirche initiierten "Donau-Friedenswelle".

 

2003 übernahm der ÖRKÖ die Schirmherrschaft für die Aktivitäten im Rahmen des "Jahres der Bibel",  in dessen Verlauf es auch zu einem gemeinsam von Bildungsministerium und ÖRKÖ verantworteten Schülerwettbewerb zum Thema „Bibel in Kultur und Gesellschaft“ kam.

 

Von 2003 bis 2005 tagte der "Österreich-Konvent" zur Erarbeitung einer neuen Bundesverfassung. Die Kirchen traten dabei geschlossen auf und sprachen mit einer Stimme. Oberin Prof. Christine Gleixner, die damalige Vorsitzende des ÖRKÖ, wirkte im Konvent als unabhängiges Mitglied mit und wurde dabei von einer ökumenischen Expertengruppe unterstützt. Inhaltlich arbeiteten die Kirchen vor allem in den Bereichen Grundrechte, Bildung, Migration- und Volksgruppenfragen mit.

 

Der ÖRKÖ beteiligte sich an der religiösen Begleitung der Fußball-Europameisterschaft "Euro 08". Bei diesem Begleitprogramm wirkten die römisch-katholische Kirche, die evangelischen Kirchen und verschiedene freikirchliche Gruppen mit. Auch die Kirchen in der Schweiz beteiligten sich, da die "Euro 08" ja in beiden Ländern stattfand.

 

Vielfältige Kontakte

 

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Regelmäßig entsendet der ÖRKÖ Delegierte zu den Vollversammlungen der "Konferenz Europäischer Kirchen" und des Weltkirchenrates. Regelmäßige Kontakte bestehen zudem zu den Ökumenischen Räten in Europa, insbesondere zu jenen der Tschechischen Republik, der Slowakei, von Ungarn und Polen.

 

Im Juni 2006 wurde das Forum der abrahamitischen Religionen als offizielle Kontaktstelle zur gemeinsamen Beratung und Lösungssuche bei offenen Fragen gegründet. In diesem Forum arbeiten Vertreter von Christentum, Islam und Judentum zusammen. Weiters besteht ein enger Kontakt zwischen dem ÖRKÖ und dem Koordinierungsausschuss für christlich-jüdische Zusammenarbeit.

 

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Zu einem ökumenischen Erfolgsprojekt ersten Ranges hat sich schließlich die "Lange Nacht der Kirchen" entwickelt. Der ÖRKÖ hat sich an dieser Initiative, die von der Erzdiözese Wien ausgegangen ist, von Anfang an beteiligt. Bis zu 750 Kirchen zwischen Bodensee und Neusiedlersee haben jedes Jahr im Frühsommer in der "Langen Nacht" ihre Tore geöffnet und laden alle interessierten Besucher mit einem bunten Programm zu einem Besuch ein. Alle christlichen Kirchen in Österreich beteiligen sich an der Aktion, die inzwischen auch in einigen Nachbarländern durchgeführt wird.

 

 

unknownBuchtipp: "Begegnung und Inspiration. 50 Jahre Ökumene in Österreich." Herausgegeben vom Ökumenischen Rat der Kirchen in Österreich. Styria-Verlag, Wien-Graz, 2008.

 

 

 

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www.langenachtderkirchen.at

Website der österreichweiten "Langen Nacht der Kirchen" mit umfassenden Programm-Infos

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Die 2001 unterzeichnete "Charta Oecumenica" enthält Leitlinien für die Zusammenarbeit der Kirchen im 21. Jahrhundert

>> mehr

Die "Charta Oecumenica" als PDF-Dokument zum Downloaden finden Sie HIER!

"Zehn Jahre für den Frieden"

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Den neu erschienenen Dokumentationsband des ÖRKÖ über die „Dekade zur Überwindung der Gewalt“ (2001-2010) zum DOWNLOADEN finden Sie HIER!

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www.eappi.org

Website des Ökumenischen Begleitprogramms in Palästina und Israel (EAPPI)

 

Der ÖRKÖ unterstützt die Initiative, die zu einer Lösung des israelisch-palästinensischen Konflikts durch einen gerechten Frieden beitragen will.

"Ostern – Das Hauptfest der Kirche in Ost und West“

unknownDie neue gemeinsame Broschüre der Deutschen Bischofskonferenz und der Orthodoxen Bischofskonferenz in Deutschland kann im Internet auf der Webseite der Deutschen Bischofskonferenz in der Rubrik Veröffentlichungen bestellt oder als pdf-Datei heruntergeladen werden. Zum Download steht die Broschüre ebenfalls unter www.obkd.de bereit. 

http://www.oekumene.at/