Seitenbereiche:
  • zum Inhalt [Alt+0]
  • zum Hauptmenü [Alt+1]

Hauptmenü schließen
  • Home
  • Über uns
    • Arbeitsschwerpunkte
    • Vorstand
    • Mitglieder
    • Beobachter
    • Geschichte
    • Spendenprojekt
    • Sozialwort
    • Heiliges Land
    • EAPPI
    • Satzung
  • ÖRKÖ News
  • Ökumene News
  • Erklärungen & Dokumente
  • Presse / Service
  • Impressum
  • Datenschutz
Hauptmenü:
  • Home
  • Über uns
    • Arbeitsschwerpunkte
    • Vorstand
    • Mitglieder
    • Beobachter
    • Geschichte
    • Spendenprojekt
    • Sozialwort
    • Heiliges Land
    • EAPPI
    • Satzung
  • ÖRKÖ News
  • Ökumene News
  • Erklärungen & Dokumente

Hauptmenü anzeigen
ÖRKÖ News
Sie sind hier:
  • Home
  • ÖRKÖ News

Inhalt:
zurück

Bischof Scheuer: Gegenseitiges Vertrauen grundlegend für Ökumene

Ökumene-Bischof in Beitrag zur Gebetswoche für die Einheit der Christen: Statt Konkurrenzdenken gemeinsame Arbeit am Steigen des christlich kirchlichen Grundwasserspiegels

Bischof Manfred Scheuer

 

Ein Plädoyer für noch mehr "vertrauensbildende Maßnahmen" als Grundlage der Ökumene kommt vom Linzer Bischof Manfred Scheuer. In einer Grundsatzstellungnahme, die unter anderem auf der Website des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ; www.oekumene.at) veröffentlicht ist, plädiert Scheuer an die Kirchen, noch mehr als bisher voneinander zu lernen, historische Belastungen aufzuarbeiten und gemeinsam am Steigen eines christlich-kirchlichen Grundwasserspiegels in der Gesellschaft zu arbeiten. Bischof Scheuer ist in der Österreichischen Bischofskonferenz für Ökumenefragen zuständig und gehört auch dem ÖRKÖ-Vorstand an. Er äußert sich anlässlich der Gebetswoche für die Einheit der Christen (18.-25. Jänner).

 

Wörtlich hält Scheuer fest: "Wir müssen damit rechnen, dass es immer wieder durch menschliche Schwäche, Unaufmerksamkeit, aber auch durch echte Schuld zu Rückschlägen in der ökumenischen Annäherung kommt. Um solche Phasen durchstehen zu können, bedarf es eines angehäuften Kapitals an Vertrauen, das nicht erst in diesen kritischen Phasen, sondern schon im Voraus zu bilden ist."

 

Zu diesem Vertrauensfundus gehöre auch die Bereitschaft, "sich freimütig auf Dinge aufmerksam zu machen, die für den ökumenischen Partner belastend sind" und "jene Möglichkeiten der Zusammenarbeit und des gemeinsamen Zeugnisses auszuschöpfen, die uns heute schon möglich sind".

 

Im ökumenischen Miteinander gelte es, "den ökumenischen Partner nicht als Konkurrenten (...) zu betrachten, sondern als noch getrennten Bruder und Schwester auf der Basis der gemeinsamen Taufe, die uns zu Christen macht, einander sakramental, d.h. in Gottes Kraft verbindet und in die Gemeinschaft der Kirche einbindet, auch wenn diese noch verschieden verstanden wird".

 

Als Beispiel nennt Scheuer: "Wo evangelische Christen/Kirchen stärker werden, werden Katholiken nicht schwächer, sondern wachsen an Bedeutung, Gewicht und Praxis. Denn es steigt der christlich kirchliche Grundwasserspiegel."

 

"Reinigung des Gedächtnisses"

 

Im ökumenischen Dialog brauche es Lernbereitschaft, die Bereitschaft damit zu rechnen, auch einmal falsch zu liegen, sowie die Reinigung des Gedächtnisses, so Scheuer weiter. Eine solche "Reinigung des Gedächtnisses" vollziehe sich als ein Prozess, der auf die Befreiung des individuellen und gemeinschaftlichen Gewissens von allen Formen des Ressentiments und der Gewalt zielt, die historische Schuld und Verfehlung hinterlassen haben. Als Mittel dazu diene eine vertiefte historische und theologische Beurteilung der Ereignisse. "Wenn dieses Urteil sich als richtig erweist, ermöglicht es eine entsprechende Schuldanerkenntnis und eröffnet einen wirklich gangbaren Weg zur Versöhnung", betont der Bischof.

 

Ökumenischer Konsens und Dissens

 

Reine Ideale, bloße Postulate oder auch Beschwörungsformeln seien in der Ökumene nicht hilfreich, so der Bischof: "Unsere konkreten Kirchen, auch unser ökumenisches Miteinander sind wie die Urgemeinde und die ersten Gemeinden des Paulus eine höchst gemischte Gesellschaft." Schon dort habe es etwa "Behinderungen, Belastungen, Kränkungen und Machtverhältnisse im Miteinander" gegeben, aber auch Machtfragen, Konflikte, Auseinandersetzungen, Eifersucht, Neid, Kleiderfragen, Ritusstreitigkeiten, Genderthemen, Probleme mit der Gemeindeordnung, mit der Prophetie, Auseinandersetzungen um Ehe und Ehebruch, um Geld und Solidarität, Glaubensfragen usw.

 

Ökumenischer Konsens und Dissens würden sich thematisch quer durch die Konfessionen und kirchlichen Bekenntnisgemeinschaften ziehen. Es gebe in jeder Kirche Befürworter des ökumenischen Dialogs, aber auch Gegner, die in der Ökumene einen Sündenfall und Verrat sehen, so Scheuer und weiter: "In bioethischen Fragen verbünden sich freikirchliche, evangelische und katholische Christen. Innerhalb ihrer Kirchen erfahren sie aber auch Widerspruch und Kritik."

 

Unterschiede in dogmatischen Fragen wie zu Amt und Kirche, auch zu Rechtfertigung und Glaube würden inzwischen weniger heftig ausgefochten als widersprüchliche Auffassungen zur Homosexualität. Und in politischen Fragen zum Rechtspopulismus, zu Flucht und Asyl, zu Krieg und Frieden, Wirtschaft und Gerechtigkeit gebe es neue Koalitionen und auch Verwerfungen, die mit den Konfessionsgrenzen oft recht wenig zu tun haben. Einheit und Trennung, Gemeinsamkeit und Gegensätze seien theologischer, spiritueller, politischer, sozialer und kultureller Natur.

 

Ökumenisch auszuloten gilt es für Scheuer zudem - auch bedingt durch Corona - Fragen zu Kirche(n) und Staat, Glaube und weltliche Obrigkeit, staatsbürgerliche Pflichten von Christen, zur Religionsfreiheit, aber auch Fragen der Bioethik, Krieg und Frieden. "Gemeinsam stecken wir mittendrin in den Problemen der zunehmenden Arbeitslosigkeit, der wirtschaftlichen und regionalen Entwicklung, der Generationengerechtigkeit, des Klimawandels." Auch über Verschwörungstheorien werde man sich noch zu unterhalten haben, meinte der Bischof.

 

"Gebetswoche für die Einheit der Christen"

 

Vom 18. bis 25. Jänner wird auch in Österreich die internationale "Gebetswoche für die Einheit der Christen" begangen. Während dieser Ökumene-Woche kommen Christen aus unterschiedlichen Konfessionen zusammen, um gemeinsam für die Einheit der Christenheit zu beten. Der zentrale Gottesdienst des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ) zur Gebetswoche findet am Dienstag, 20. Jänner, um 18 Uhr in der altkatholische Kirche St. Salvator (Wipplingerstraße 6, 1010 Wien) statt. (Infos: www.oekumene.at)

 

 

Quelle: kathpress

zurück

Submenü:

Mitgliedskirchen
  • Äthiopisch-Orthodoxe Kirche
  • Altkatholische Kirche
  • Anglikanische Kirche
  • Armenisch-apostolische Kirche
  • Bulgarisch-Orthodoxe Kirche
  • Bund der Baptistengemeinden
  • Evangelische Kirche A.B.
  • Evangelische Kirche H.B.
  • Evangelisch-methodistische Kirche
  • Griechisch-Orthodoxe Kirche
  • Koptisch-Orthodoxe Kirche
  • Neuapostolische Kirche
  • Römisch-Katholische Kirche
  • Rumänisch-Orthodoxe Kirche
  • Russisch-Orthodoxe Kirche
  • Serbisch-Orthodoxe Kirche
  • Syrisch-Orthodoxe Kirche

  • Weltkirchenrat
  • Konferenz Europäischer Kirchen

Termine

 

20.
Jan.
Gottesdienst zur Gebetswoche für die Einheit der Christen

Mit der Gemeinde feiert Metropolit Arsenios Kardamakis. 

 

Informationen:

Ökumenischer Gottesdienst und weitere Texte zur Gebetswoche für die Einheit der Christen 2026

 

Weitere Materialien:

Website der ACK-Deutschland

Di.., 20. Januar 2026, 18:00 Uhr
Altkatholische Kirche St. Salvator
Details: Gottesdienst zur Gebetswoche für die Einheit der Christen
nach oben springen
Footermenü:
  • Home
  • Über uns
  • ÖRKÖ News
  • Ökumene News
  • Erklärungen & Dokumente

Ökumenischer Rat der Kirchen

in Österreich

oerkoe@kirchen.at
+43 - 59 - 151700-204
Severin Schreiber Gasse 3, A-1180 Wien
  • Presse / Service
  • Impressum
  • Datenschutz
nach oben springen