Burgenland: Doskozil und Zsifkovics besuchten orthodoxes Kloster

Der Landeshauptmann und der katholische Diözesanbischof des Burgenlandes, Hans Peter Doskozil und Ägidius Zsifkovics, haben am Wochenende gemeinsam das orthodoxe Kloster Maria Schutz in St. Andrä am Zicksee besucht und sich über die fortlaufenden Baumaßnahmen informiert. Empfangen wurden sie in Österreichs erster und bisher einziger orthodoxer Mönchsgemeinschaft von Metropolit Arsenios (Kardamakis) und Weihbischof Maximos (Rudko), geht aus einer Mitteilung des Freunde-Vereins des Klosters vom Montag hervor.
Die Delegation besichtigte demnach am Samstag zunächst die Umbauarbeiten an den beiden ehemaligen Wohnhäusern, die nun als feste Unterkunft (Kellion) für die Klostergemeinschaft dienen. Dort ist der private Rückzugsort der Bruderschaft von derzeit drei Mönchen und einem Mönchspriester. Emotionaler Höhepunkt sei dann die Baustelle der Kapelle des heiligen Bartholomäus gewesen, dem sakralen Herzstück der Anlage. Sie wird derzeit von Grund auf neugestaltet, um den liturgischen Anforderungen der orthodoxen Tradition zu entsprechen. Derzeit finden die täglichen Gottesdienste im Keller des Gebäudes statt.
Das Kloster finde als spiritueller Ort auch von Nicht-Orthodoxen Beachtung, hieß es in der Mitteilung. Es sei heute eine Gebetsstätte, aber auch "bauliches Zeugnis für das Ankommen der Gemeinschaft in der Region". Hingewiesen wurde auch auf den hohen Stellenwert des interkonfessionellen Dialogs, sowie auf die Wertschätzung und Ermutigung für das weitere Wirken des Klosters, die der Besuch des Landeshauptmanns und des katholischen Bischofs ausgedrückt hätten, formulierte Metropolit Arsenios.
Große Wasserweihe am 24. Jänner
Anlass des Neujahrsbesuchs war der zehnte Jahrestag der Ankunft der Mönchsgemeinschaft in St. Andrä, nachdem sie vorübergehend kurz im Pfarrhof von Weiden am See untergebracht war. Das Kloster Maria Schutz ist laut Aussendung inzwischen "fest im religiösen, kulturellen und gesellschaftlichen Leben des Burgenlandes verankert". Ein demnächst bevorstehender Höhepunkt im Kloster und auch in der Gemeinde sei die traditionelle Große Wasserweihe am Zicksee, angesetzt für 24. Jänner. Alljährlich würden zahlreiche Gläubige und Interessierte zu diesem orthodoxen Fest kommen.
Die letzte "Große Wasserweihe" in St. Andrä fand 2023 statt, allerdings vor einem niederschlagsbedingt leeren Zicksee, weshalb Metropolit Arsenios damals bloß eine kleine Schale mit Wasser segnete und um die Rückkehr des Wassers betete. Seither hat sich der Zicksee wieder einigermaßen erholt.
Quelle: kathpress
