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Kirchen starten wieder in die "Schöpfungszeit"

Kirchliche Schöpfungszeit von 1. September bis 4. Oktober - Schöpfungsgottesdienst des Ökumenischen Rates der Kirchen heuer als TV-Gottesdienst am 20. September

Hände mit Pflanze

 

Die Kirchen in Österreich machen ab 1. September wieder auf die Dringlichkeit der Bewahrung der Schöpfung aufmerksam. Bis zum 4. Oktober, dem Fest des Heiligen Franziskus und offiziellen Ende der fünfwöchigen "Schöpfungszeit", finden österreichweit themenbezogene Veranstaltungen und Gottesdienste statt. Der traditionelle Gottesdienst des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ) ist heuer zugleich auch der ORF -TV-Gottesdienst am 20. September aus der methodistischen Kirche im 15. Bezirk (Sechshauser Straße 56). Beginn ist um 10 Uhr.

 

Dem Gottesdienst stehen u.a. der ÖRKÖ-Vorsitzende Bischof Tiran Petrosyan, der Wiener Erzbischof Josef Grünwidl, die evangelische Bischöfin Cornelia Richter sowie der reformierte Pfarrer Thomas Hennefeld, der methodistische Superintendent Stefan Schröckenfuchs, Pfarrer Cezar Marksteiner-Ungureanu von der Rumänisch-orthodoxen Kirche, Hirte Walter Hessler von der Neuapostolischen Kirche, der altkatholische Pfarrer Hannes Dämon und Majorin Heidi Oppliger von der Heilsarmee vor. Der Gottesdienst steht unter dem Motto "Was ist der Mensch?".

 

Ein weiterer Gottesdienst, zu dem der ÖRKÖ gemeinsam mit den Religions for Future Vienna, dem Umweltbüro der Erzdiözese Wien, Fridays For Future Austria und den Ordensgemeinschaften Österreich einlädt, findet am 24. September um 18 Uhr in der Wiener Franziskanerkirche statt. Dieser Gottesdienst, der auch einen starken interreligiösen Aspekt hat, steht ganz im Zeichen des 800-Jahr-Jubiläums des Todes des hl. Franz von Assisi. Das Motto lautet "Ehrfurcht vor allem Lebendigen".

 

Die "ARGE Schöpfungsverantwortung" lädt schon am 1. September gleich zu drei ökumenischen Schöpfungsvespern. Jeweils um 18 Uhr gibt es die Möglichkeit zum Mitfeiern in der Heilig-Geist-Kirche St. Gabriel (Gabrielerstraße 171, 2344 Maria Enzersdorf), in der Pfarre Hetzendorf (Rosenkranzkirche; Marschallplatz 6, 1120 Wien) und in der Pfarre Vösendorf (Kirchenplatz, 2331 Vösendorf).

 

In Salzburg findet am 21. September um 10 Uhr ein ökumenischer Schöpfungsgottesdienst im Kurpark im Mirabellgarten statt.

 

Schöpfungszeit bis 4. Oktober

 

Seit 2015 ist der ökumenisch begangene "Schöpfungstag" am 1. September offiziell als "Weltgebetstag für die Schöpfung" im katholischen Kalender eingetragen. Bereits 1989 hatte der damalige Ökumenische Patriarch von Konstantinopel, Dimitrios I., "die ganze orthodoxe und christliche Welt" eingeladen, am 1. September "zum Schöpfer der Welt zu beten: mit Dankgebeten für die große Gabe der geschaffenen Welt und mit Bittgebeten für ihren Schutz und für ihre Erlösung". Diese Initiative wurde 1992 von der gesamten orthodoxen Kirche begrüßt und übernommen, katholische und evangelische Ortskirchen folgten.

 

2007 weitete die dritte Europäische Ökumenische Versammlung in Sibiu/Hermannstadt (Rumänien) dies aus und empfahl, "dass der Zeitraum zwischen dem 1. September und dem 4. Oktober dem Gebet für den Schutz der Schöpfung und der Förderung eines nachhaltigen Lebensstils gewidmet wird, um den Klimawandel aufzuhalten".

 

Als besondere kirchliche Mahner für mehr Schöpfungsverantwortung gelten Papst Franziskus und Patriarch Bartholomaios I., der Nachfolger von Dimitrios auf dem Patriarchensitz in Konstantinopel. Nicht zufällig hat Franziskus in seiner Enzyklika "Laudato si" den "grünen Patriarchen" als Vorbild hervorgehoben.

 

Papst Leo XIV. hat in seiner jüngsten Botschaft zur Schöpfungszeit die soziale und ökologische Zerstörung durch bewaffnete Konflikte angeprangert. Krieg hinterlasse Wunden, die weit über das Schlachtfeld hinausreichen, schreibt Leo XIV. in seiner Botschaft zum Weltgebetstag für die Bewahrung der Schöpfung am 1. September. Das Zusammenspiel von bewaffneten Konflikten und Umweltzerstörung führe oft zu einem Teufelskreis, der Ökosysteme zerstöre, lebenswichtige Ressourcen wie Luft und Wasser verschmutze und die Lebensmittelversorgung gefährde, so der Papst: "Dies verschlimmert Armut, Ungleichheit und neue soziale Spannungen, die zur Entstehung weiterer Konflikte beitragen können."

 

(Infos zur Schöpfungszeit: www.katholisch.at/schoepfungszeit; www.schoepfung.at, www.oekumene.at; https://argeschoepfung.at/)

 

 

Quelle: kathpress

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Termine

 

20.
Sept.
ÖRKÖ TV-Gottesdienst zur Schöpfungszeit

Gottesdienst des Ökumenischen Rates der Kirchen, ORF III, 10 Uhr

So.., 20. September 2026, 10:00 Uhr
Methodistischen Kirche
Details: ÖRKÖ TV-Gottesdienst zur Schöpfungszeit
24.
Sept.
"800 Jahre Franz von Assisi"

Ökumenische Feier in interreligiöser Gastfreundschaft: "Ehrfurcht vor allem Lebendigen"
 

Do.., 24. September 2026, 18:00 Uhr
Franziskaner-Kirche
Details: "800 Jahre Franz von Assisi"
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