ÖRKÖ-Dokumente Ökumenischer Rat der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ)

Kommuniqué

Vertreter der Ökumenischen Räte der Kirchen aus Österreich, Polen, der Slowakei, der Tschechischen Republik und Ungarn haben sich zu einem informellen Informationsaustausch und einer Themenbesprechung vom 5. – 6. Dezember 2004 in Sväty Jur bei Bratislava, Slowakei, getroffen. Dies war die zweite Begegnung einer, durch den Österreichischen Ökumenischen Rat der Kirchen in Wien in 2004 begonnenen Initiative. Informationen zur Lage der ökumenischen Beziehungen in den jeweiligen Ländern wurden ausgetauscht und Möglichkeiten einer regionalen Zusammenarbeit in konkreten Initiativen besprochen. Auf der Tagesordnung standen auch die Verfassung der Europäischen Union und die Aufnahme von Beitrittsverhandlungen mit der Türkei.
Die anwesenden Vertreter der ökumenischen Räte appellieren an die Kirchen in ihren Ländern, sich für die EU-Verfassung auszusprechen, die ein Schritt zu mehr Freiheit und Einheit in Europa darstellt: sie enthält eine Grundrechtecharta, erweitert die Rechte des Europäischen Parlaments und ermöglicht einen strukturierten Dialog der Kirchen mit der EU.
Bezüglich eines möglichen EU-Beiritts der Türkei wird die Aufgabe der Kirchen darin gesehen, sich für mehr Rationalität einzusetzen, damit die Diskussion sachgerechter und frei von Emotionen geführt werden kann.
Zu einer weiteren Begegnung dieser Art liegt für November 2005 eine Einladung aus Polen vor.
Von österreichischer Seite wurden bei dieser Gelegenheit die vom ÖRKÖ als Grundlage für die ökumenischen Gottesdienste seiner Mitgliedskirchen verabschiedeten „Richtlinien“ zur Kenntnis gebracht.
Sväty Jur, Slowakei, 6. Dezember 2004

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