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Ökumenischer
Rat der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ) |
| < START | Schreiben der ÖRKÖ an die nationalen
Christenräte in Europa vom 11.2.2000 |
| Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Schwestern und Brüder! Der Ökumenische Rat der Kirchen in Österreich hat aus unterschiedlichen, konkreten Anlässen eine Reihe von Texten erarbeitet, die wir gerne den Nationalen Christenräten in Europa zur Verfügung stellen. Durch die politische Entwicklung in Österreich haben diese Texte eine besondere Bedeutung gewonnen. In dieser Situation wollen wir Ihnen nähere Informationen geben und uns gleichzeitig auf die geschwisterliche Verbundenheit mit Ihnen berufen. Es ist in Österreich eine Situation eingetreten, in der es auf demokratischem Wege nicht anders möglich war, als die Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ) in die Regierungsverantwortlichkeit einzubinden. Ein Teil der Internationalen, insbesondere europäischen Staatengemeinschaft hat wegen der politischen Ausrichtung dieser Partei darauf mit Sanktionsmaßnahmen reagiert. Wir verstehen und teilen die Besorgnis, die darin zum Ausdruck kommt und sind für die Wachsamkeit, dankbar, mit der die Ereignisse in unserem Land verfolgt werden. Aber die Vorgansweise der Europäischen Union hat in Österreich zu einer weiteren Zuspitzung der Situation geführt: Polarisierung, gegenseitige Schuldzuweisungen und allgemeines Misstrauen. Die Kirchen in Österreich haben im Laufe der letzen Jahre deutlich gegen Ausländerfeindlichkeit, Rassismus, Ausgrenzung von Schwachen und Benachteiligung von Minderheiten Stellung bezogen und sich für Solidarität unter den Menschen eingesetzt. Der Vorstand des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich wendet sich nun an die internationale Kirchengemeinschaft mit der Bitte, Österreich nicht wie die Staatengemeinschaft zu isolieren, sondern vielmehr den Christen und Christinnen in Österreich in geschwisterlichen Verbundenheit zur Seite zu stehen. Konkret würde dies bedeuten, durch eine besonnene und ausgewogene Berichterstattung über die Ereignisse in Österreich und ihre Hintergründe im Ausland übertriebene Ängste abzubauen, Pauschalverurteilungen entgegen zuwirken und so die positiven Kräfte in Österreich zu stärken. Auf diese Weise kann an einer Beilegung der Krise in Österreich, sowie langfristig an einer Verbesserung des politischen Klimas und des solidarischen Zusammenlebens der Menschen in Österreich und in Europa gearbeitet werden. Wir hoffen weiterhin auf eine konstruktive Zusammenarbeit im Geist der Ökumene. Oberin Christine Gleixner, FvB Dem Vorstand gehören weiters an: |
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